Unter Geschlechtsidentität versteht man die von einer Person in ihrem Innersten gefühlte und gewusste Zugehörigkeit (oder auch nicht-Zugehörigkeit) zu einem von der Person selbst bestimmten Geschlecht. Diese Identität wird von Person mit dem inneren Coming-out zum ersten Mal bewusst und von ihr als Tatsache hingenommen. Die Geschlechtsidentität hat allerdings nichts mit dem Geschlechtsausdruck der betreffenden Person zu tun. Vor dem äußeren Coming-out einer TIN-Person stimmen Geschlechtsausdruck und Geschlechtsidentität meist absolut nicht überein. Beim äußeren Coming-out äußert die Person ihre bis dorthin noch verheimlichte wahre Geschlechtsidentität zum ersten Mal gegenüber einer*m Dritten und ändert dann auch meist ihren Geschlechtsausdruck.

Pronomen retten Leben: Was die Forschung über Sprache und trans* Gesundheit zeigt
Die korrekte Anrede von trans* Jugendlichen senkt deren Suizidrisiko messbar. Das ist kein Eindruck, kein Appell aus der Community, kein Bauchgefühl, sondern ein Befund, den eine Studie des Trevor Project vom Dezember 2025 mit Daten aus über 12.000 Befragungen belegt. Das Ergebnis: trans* und nicht-binäre Jugendliche zwischen 13 und 24