Unter Geschlechtsausdruck versteht man die Tatsache, dass sich jeder Mensch durch Kleidung, Frisur, Gestik, Verhalten, Berufswahl, Hobbies, Freundeskreis und viele andere Dinge für Dritte mehr oder weniger „weiblich“, „männlich“ oder auch „neutral“ darstellt. Der Geschlechtsausdruck hat allerdings nichts mit der Geschlechtsidentität der betreffenden Person zu tun. Vor dem Coming-out einer TIN-Person stimmen Geschlechtsausdruck und Geschlechtsidentität meist absolut nicht überein. Mit dem äußeren Coming-out ändert die Person meist auch ihren Geschlechtsausdruck und passt ihn dem geäußerten Geschlecht an, nicht zuletzt um den für weiterreichende Maßnahmen erforderlichen Alltagstest (das Leben im selbst geäußerten Geschlecht) zu beginnen.

Vergessene Schicksale sichtbar machen: Neue Studie zeigt erstmals die Verfolgung von trans*-, intergeschlechtlicher, nicht-binärer und agender Personen im Nationalsozialismus
Wer in den Geschichtsbüchern nicht vorkommt, hat es auch in der Gegenwart schwer, gehört zu werden. Im Mainzer Institut français lag gestern Abend Aufbruch in der Luft. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft folgten der Einladung der Deutschen Gesellschaft für Trans*- und Inter*geschlechtlichkeit e.V. (dgti). Gemeinsam stellten sie eine