Bankkarte

Bankkarte mit selbstgewähltem Vornamen . . .geht nicht!?

Wir sagen: „geht doch!“

Transidentität, Transsexualität, Transgender, sind Menschen wie wir, die sich nicht (nur) dem Ihnen bei der Geburt zugewiesenen zugehörig wissen. Die e.V. bevorzugt den Begriff Transidentität, respektiert aber selbstverständlich jede selbstbestimmte Eigenbezeichnung. Um nicht alle Begriffe aufzählen zu müssen, verwenden wir als Platzhalter gerne Trans*.

Banken, Spar-/Raiffeisenkassen, Volksbanken sind im wirtschaftlichen Sinne Dienstleistungsbetriebe. Sie stehen im Geldkreislaufmit anderen Wirtschaftsteilnehmern (Unternehmen, private Haushalte, öffentliche Haushalte) in Verbindung.“

(1) Deshalb sollte immer der Kundenwunsch im Vordergrund stehen, denn ein Betrieb kann nur dann auf Dauer bestehen, wenn er bereit ist die Bedürfnisse seiner Kundschaft auch durch Überdenken bzw. Hinterfragen tradierter Ansichten zu lösen im Stande ist.

Girokarte, , S-Card / BankCard, sind Kontokarten mit denen am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilgenommen werden kann und  weitere Dienstleistungen ermöglichen. Sie waren früher (bis 2002) auch als ec-Karte bekannt.

(1) Grill/Perczynski: Wirtschaftslehre des Kreditwesens, Bad Homburg v.d.H. 1997 

Was ist das Problem?

Für Trans*-Personen ist eine mit ihrer Lebensrealität übereinstimmende Kontokarte von außerordentlicher Bedeutung.

Der Gesetzgeber ermöglicht durch das Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen ( –TSG) eine Änderung von Vornamen und Personenstand. Hierzu haben Trans*Personen eine Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen,  welche jedoch sehr zeitaufwendig sind und einige Jahre dauern können. In dieser Zeit stimmt der optische Eindruck in zunehmendem Maße nicht mehr mit der durch den bisherigen Vornamen zu vermutenden Person überein. Dieses Auseinanderfallen von äußerem Erscheinungsbild und Vorname auf der Kontokarte führt zu vermeidbaren Irritationen und unnötigen Nachfragen bis hin zum Verlangen nach den Identifikationspapieren. Aus solchen Situationen ergeben sich dann zwangsläufig ein unangenehmes Zwangs- und Diskriminierungserfahrungen. Es ist deshalb notwendig, dass auf der Kontokarte der Vorname steht, mit dem die betroffene Person in der Öffentlichkeit lebt.

Gibt es eine Lösung?

Die Zulässigkeit wurde durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bestätigt und auch der Deutsche Sparkassen-und Giroverband hat seine Mitgliedsinstitute hierauf hingewiesen. Weiterhin ist das Geschlecht gemäß Auskunft des Bundesministeriums der Finanzen und der BaFin kein zu erfassendes Identifikationsmerkmal. Nur aus Platzgründen erfolgte bisher keine Erwähnung in dem vorherrschenden Lehrbuch. Es liegt also nur an der Bereitschaft, die zweifelsfrei bestehenden Möglichkeiten im Sinne der Kundschaft zu nutzen. Auf die Karten als solche finden AO und GWG keine Anwendung.

Wie geht das?

Viele Institute stützen sich vor der amtlichen Vornamens-und Personenstandänderung bei Trans*-Personen auf den beim Bundesinnenministerium akzeptierten Ergänzungsausweis der dgti.
Auf dessen Grundlage wird dann eine entsprechende Kontokarte in Form einer Karte für Bevollmächtigte erstellt. Die gesetzlich geforderte Identifikation und Legitimation bleibt vollkommen unberührt und ist gewährleistet. Letztendlich bevollmächtigen Sie sich selber unter dem „neuen Namen“.

Unabhängig –Trans* Aktiv

Wir stehen in regem Austausch mit allen in Frage kommenden Institutionen und der Politik, um die im alltäglichen Leben und beim Kontakt mit Banken regelmäßig auftauchenden Probleme möglichst umfassend und flächendeckend zu beseitigen.

  • Wir wissen aus den Beratungsgesprächen und unseren Erfahrungen, wo die Probleme liegen.
  • Wir streben gemeinsame Lösungen an.
  • Wir haben Facherfahrung.
  • Über 100 Banken wurden überzeugt auf diesem Weg eine neue Kontokarteauszustellen.

Ihre kennt dieses Verfahren nicht?

Sprechen Sie uns an, wir bieten Hilfe und Unterstützung bei Banken und Versicherungen.

Bundesgeschäftsstelle

dgti e.V.

Postfach 1605

55006 Mainz

Mail: bundesgeschaeftsstelle@dgti.org

Teilen auf:

Begriffe der letzten 30 Tage
Arbeitsrecht Claudia Jürgen Clüsserath AsexualitätErklärt Beratenden Ausbildung CSD Bundeswehr Damian Kusenberg arbeitssicherheit 19. September Asterisk Bündnis 90/Die Grünen AK Nord Bundesverband Trans* Arbeitskreises Queere Jugendarbeit Bistum Limburg Bad Münster am Stein-Ebernburg cdu wahlprogramm Aurich AK AK trans*hopo Allgäu AK Berlin-Brandenburg Cis Menschen AceFlag Begutachtung Alltagstest Coming-out Anerkennung Attraktivität für Beschäftigte 1987 community Archiv Constantin Jahn Anpassung Beratungsgespäch Beratungsstelle RLP das feministische Manifest angriffe auf die dgti e.V. Begutachtungsanleitung AkzeptanzFürAlle Candles Coming Out Begleitung Barrieren Beratung für trans* und inter* Menschen 26 Jahre code Austausch Bildungsabschlüsse Berlin AK SN Cisgender AGG-Reform Benachteiligung §175 Christlich Amsterdam Aufklärung Augsburg Bundesministeriums der Justiz Braunschweig Ausschluss Bußgeld Misgendern (co) unsplsch Bundespolitik Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz Bartpflege Ärztetag D&I Akzeptanz Awareness Bundesregierung angleichende Maßnahmen Abstammungsrecht Athlet*innen §192a StGB AsexualAwareness Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften Bundessozialgericht Bielefeld Beratungsstelle Bayern comingout DatingTipps Bundesministerium des Innern Business Case AcePride BSG Brandenburg Arbeitsumfeld Antidiskriminierung AceSupport Bundessozialgericht zu geschlechtsangleichenden Maßnahmen (1987) Bankverbindung der dgti e.V. AsexualAwarenessWeek Christentum AWMF-S3-Leitlinie auting Bodensee Bundesgerichtshof Bank Bündnis zum Abstammungsrecht Alkohol Alter Ausbildung Bücher äußeres Coming-out Blutspenderichtlinien dann möchten wir (meist) auch in der gefühlten Identität leben. agender Begutachtungsrichtlinie Aufklären Crossdressing Artikel 3 Grundgesetz cdu AsexualVisibility Anliegen Ansbach bundesweit AK Öffentlichkeitsarbeit Antidiskriminierungsarbeit AMKA Ally-Strategien AK RLP cis-Männer Best Practices dass unsere geschlechtliche Identität eine andere ist ArbeitsplatzInklusion Bundesarbeitsgericht Beleidigung AWMF Bundesminister Karl Lauterbach Ausland AK Info Beratung bundesweit Adrian Hector Bedürfnisse Balian Buschbaum § 192 § 45b PStG Bundespolitk CDU/CSU AK ST Angehörige Art. 3 androgyn Belegschaft Ära Binder Beitrag Brighton Barcelona Asexualität Additional Information Supplemental ID #deinedgti Bundesstiftung Magnus Hirschfeld Bundesverfassungsgericht Aktivistin alina Checkliste Berlin-Brandenburg BGH Bild Bayern Ausdruck Best Ally Award Couple Ahlebeck § 175 Aromantik Ausbildungsschule Bi- Alexander Korte Augenhöhe Bundesvorstand Berlin-Alexanderplatz Bundesjustizminister Marco Buschmann Datenschutz AceAlly Corona Archive Christiane Rohleder AK NRW AK Hessen Allgemein Arbeitsplatz Bundesrat AGG Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt ARD AOK Chancen Alice Schwarzer Bundesverdienstkreuz AK TH Baden-Württemberg Gruppenmitglied §45b Altersverteilung von trans* Personen Chancengleichheit Covid AceErasure Blutspenderichtlinien anpassen Beratung AsexualSpectrum Bildung Allies Anerkennung am Arbeitsplatz Berater*innen Bundestag bezeichnen sich als Agender. Antrag Bildungseinrichtungen Andrea Ottmer Bündnis Antifeminismus Bad Kreuznach Baden-Württemberg Bankkarte Affiliate Daten #deine dgti Ärztekammer (Deutschland) AGB Arbeit AK Sport BCG AK Bayern Authentizität Axel Springer Verlag Bundesärztekammer Offener Brief anstatt Betterplace Buchtipps Achtsamkeit biologie Alltagserfahrung beziehungstipps Arbeitskreis Coming Out Day 3. Reich BigBrother das dem Phänomen der Transsexualität ein behandlungsbedürftiger und auch behandlungswerter Leidensdruck mitunter innewohnt. Ärzt*innen AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (co) unsplash.com Amateurfußball Buchtipp Arbeitgeber*innen Beratungsstelle Bundesärztekammer Bundesgeschäftsstelle §45b PStG

Weitere interessante Artikel

Crossdressing oder Transidentität – Ausdruck oder Identität?

Kleidung steht für Stil, Status und manchmal auch für eine Form des Protests. Für manche Menschen ist ein Outfit nichts weiter als modisches Statement, für andere kann es zum unverzichtbaren Bestandteil der eigenen Identität werden. Doch sobald jemand Kleidung trägt, die üblicherweise dem anderen Geschlecht zugeordnet wird, werden schnell Fragen

Weiterlesen »
Ein stilisiertes, farbenfrohes Porträt eines selbstbewussten Menschen mit dunklem Bart, blauer Sonnenbrille und einem auffälligen gelben Rollkragenpullover. Im Hintergrund sind zwei unscharf dargestellte Personen, darunter eine Frau mit rotem Lippenstift, vor einer bunten Wand. Das Bild spielt mit Geschlechtsidentität und Geschlechterrollen, indem es traditionelle maskuline und feminine Merkmale kombiniert und fluide Identitätsdarstellungen hervorhebt.

Kontroverse Geschlechtsidentität: Warum das traditionelle Geschlechtermodell nicht mehr zeitgemäß ist

Das Wort „Geschlechtsidentität“ löst bis heute kontroverse Reaktionen aus. Viele begrüßen geschlechtergerechte Sprache und die rechtliche Anerkennung von trans* und nicht-binären Identitäten als überfälligen Fortschritt. Andere beklagen einen Angriff auf Traditionen. Wer in die Geschichte blickt, erkennt jedoch schnell, dass Geschlechterrollen nie statisch waren. Was wir als „bürgerlich-traditionell“ bezeichnen, ist

Weiterlesen »
Reue nach Geschlechtsangleichung

Reue nach Geschlechtsangleichung: Warum manche Trans*personen ihre OP hinterfragen

Die Entscheidung für eine geschlechtsangleichende Operation (GAOP) oder Geschlechtsangleichung ist ein tiefgreifender und bedeutender Schritt im Leben vieler Transpersonen. Sie markiert oft den Beginn eines neuen, authentischeren Lebensabschnitts. Doch während gut 99% der trans* Menschen nach einer Geschlechtsangleichung ihr Glück finden, gibt es auch Fälle, in denen Betroffene ihre Entscheidung

Weiterlesen »
S2k-Leitlinie

Fachimpuls zur neuen S2k-Leitlinie Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie

Herzliche Einladung zum Fachimpuls! Anlässlich der Veröffentlichung der S2k-Leitlinie Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter laden das Kompetenzzentrum Transidentität und Diversität und die dgti e.V. zu einem Fachimpuls mit der Kinder– und Jugendlichenpsychotherapeutin Kathrin Bach ein. Die Eckdaten der Veranstaltung Fachimpuls zur neuen S2k-Leitlinie Geschlechtsinkongruenz und Geschlechtsdysphorie im Kindes-

Weiterlesen »
Logo der dgti e.V.

Spenden Sie für unsere Arbeit

Datenschutz
, Inhaber: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.
Datenschutz
, Inhaber: (Firmensitz: Deutschland), verarbeitet zum Betrieb dieser Website personenbezogene Daten nur im technisch unbedingt notwendigen Umfang. Alle Details dazu in der Datenschutzerklärung.