Kooperationsprojekt in Bayern

Pressekonferenz | Unsplash https://unsplash.com/photos/Hb6uWq0i4MI
Pressekonferenz | Unsplash https://unsplash.com/photos/Hb6uWq0i4MI
vom 03.08.2021

Vom Freistaat Bayern gefördertes Kooperationsprojekt für eine LSBTI Kommunikations- und Vernetzungsplattform in Bayern geht an den Start

Statement Matthias Fack, BJR-Präsident

„Der BJR engagiert sich seit seiner Gründung im Jahr 1947 für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft, in der sich junge Menschen frei entwickeln und selbst verwirklichen können. Daher übernehmen wir selbstverständlich gemeinsam mit zwei starken Partner:innen aus der queeren Community hier jetzt Verantwortung. Denn es reicht nicht, nur im Pride-Monat Juni die Regenbogenflagge zu schwenken und sich damit nur symbolisch für Vielfalt einzusetzen. Vielmehr muss es nun darum gehen, den vom Bayerischen Landtag beschlossenen Prozess zum Ausbau der Beratungsinfrastrukturen in ländlichen Räumen weiter voranzutreiben – stellt dieser doch eine große Chance dar, die Situation von LSBTIQ*-Personen in nachhaltig zu verbessern. Die finanzielle Unterstützung des Sozialministeriums ist ein erster Schritt, wenngleich bei besserer Haushaltslage noch deutlich mehr Projekte gefördert werden könnten und dadurch flächendeckend Unterstützung für LSBTIQ*-Personen sowie deren Angehörige in Bayern zur Verfügung stünden.“

Statement Markus Apel, LSVD-Landesvorstand

„Für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche und andere queere Menschen bestehen in Bayern massive strukturelle Probleme. Sowohl die mangelhafte Beratungsinfrastruktur als auch ein fehlender Aktionsplan mit koordinierten Maßnahmen zum Schutz vor Diskriminierung und Gewalt machen es Menschen im Freistaat Bayern schwer, sicher und frei zu leben. Der Lesben- und Schwulenverband freut sich gerade deshalb sehr auf die Zusammenarbeit in dieser bayernweit einzigartigen Kooperation. Mit unserer Plattform wollen wir vorhandene Strukturen stärken, neue Initiativen unterstützen und Informationen bündeln. Wir werden uns neben diesem Projekt weiterhin für eine bedarfsgerechte Ausstattung von Beratungsangeboten, insbesondere im ländlichen Raum, einsetzen.“

Statement Petra Weitzel, dgti e. V., 1. Vorsitzende

„Die e. V. setzt sich seit 1998 für die Akzeptanz transidenter und intergeschlechtlicher Menschen in allen gesellschaftlichen Bereichen ein. Aufklärung, , und Vernetzung sind unsere Stärken. Unsere Erfahrung aus vielen Projekten auf Bundes- und Landesebene möchten wir einsetzen, um Beratungs- und Informationssuchende ohne viele Umwege zueinander zu bringen. Das Angebot in Bayern muss noch deutlich ausgebaut werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche sowie nicht-binäre Personen werden häufig benachteiligt, in der Schule, im Gesundheitswesen und durch Behörden, meist aus Unwissenheit. Vernetzung und Vermittlung von Fortbildungsangeboten tragen in erheblichem Maße dazu bei, solche Informationsdefizite und damit verbundene Diskriminierungen abzubauen.
Mit unseren Kooperationspartner*innen möchten wir die Community in der Erkenntnis stärken, dass gemeinsam mehr für alle* geht und notwendige Verbesserungen der finanziellen Ausstattung der Beratungs- und Informationsprojekte in Bayern durch gemeinsame Anstrengung erreicht werden können.“
Ähnliche Artikel

Teilen auf:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on email
Share on pinterest

Weitere interessante Artikel

dgti(talk No. 5 – Trans* und Christentum

Januar 13 @ 19:30 – 21:00 Januar 13 @ 19:30 – 21:00 Über was sprechen wir diesmal? Das Christentum prägt in Deutschland das Leben vieler Menschen. Für trans* Menschen, denen es wichtig ist ihren Glauben nach dem Coming Out weiter leben zu können, stellt sich die Frage, wie reagiert die

Weiterlesen »

Selbstbestimmung – Ja, aber wie?

Selbstbestimmung für TIN* Personen:  Was ist damit gemeint ? Der einfache Zugang zu einer Vornamens- und Personenstandsänderung ohne Richter und psychiatrische Gutachten? Das Recht auch ohne eine solche „amtliche“ Änderung im geäußerten Wissen um das eigene Geschlecht angesprochen zu werden? Oder beinhaltet Selbstbestimmung auch die faktische Möglichkeit, diese Rechte überall

Weiterlesen »

#deinedgti mit neuem Servicebereich

Wir verstehen unsere Seite als einen Service für die TIN* Community, welchen wir stetig ausbauen und immer weiter verbessern wollen. Dabei können uns die Nutzenden nun jetzt auch aktiv im neuen Bereich „Webservice“ unterstützen. Was ist in diesen Bereich möglich? Was kann gemeldet werden? Zum Beispiel: Technische Probleme mit Funktionen

Weiterlesen »

Kommentar zu den Entwürfen der Standards of Care V8 (SoC V8), der WPATH

Die WPATH (World Professional Association for Transgender Health) legte im November/Dezember 2021 ihren Mitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit einen Entwurf der Standards of Care in der 8. Version vor. Diese Überarbeitung der siebten Version von 2012 wird von der dgti begrüßt. Positiv bemerkbar machen sich die Herabsetzungen des Mindestalters für

Weiterlesen »

Spenden Sie für unsere Arbeit