Die dgti verabschiedet sich von X (vormals Twitter)

© X (vormals Twitter)

Die dgti verabschiedet sich von X (vormals Twitter)

Die dgti e.V. hat sich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, die Plattform X (ehemals Twitter) zu verlassen. Als Bundesverband und Interessensvertretung von trans* und intergeschlechtlichen Menschen sowie nicht-binären und agender Menschen haben wir immer wieder Gegenrede geleistet, wenn es zu transfeindlicher Agitation kam. Die starke Zunahme offen transfeindlicher Äußerungen in den letzten zwei Jahren und ein insgesamt verschärftes Diskussionsklima auf dieser Plattform wurden vom Unternehmen X toleriert, eine explizite Ablehnung von Antidiskriminierungsstandards durch X können wir nicht länger mittragen.

Ein Zeichen an die Community

Wir setzen damit ein Zeichen an die Community und die Gesellschaft, sich transfeindlicher Hetze und Diskriminierungen nicht länger auszusetzen und zu handeln. Auch der Bundesverband Trans* hat vor Kurzem diesen Schritt vollzogen.

Seit der Übernahme durch Elon Musk, der sich wiederholt transfeindlich geäußert hatte (selbst seiner eigenen trans*Tochter gegenüber) und im Juni 2023 erklärte, dass „cis“ auf X als Beleidigung zähle, sind wir auf X (Twitter) immer inaktiver geworden und haben uns intern abgestimmt, wie wir verfahren. Die nicht mehr vorhandene Möglichkeit, transfeindliche Hetze und Angriffe auf die dgti zu melden und dagegen vorzugehen sowie die Einführung kostenpflichtiger Aktionen sind weitere Gründe für das Aus. Die Verlinkung auf unsere Homepage ist seit kurzem ebenfalls nur noch eingeschränkt möglich, Links auf externe Webseiten werden ohne Headlines angezeigt.

Die dgti ist seit 25 Jahren für die tin*Community Anlaufpunkt und Selbstvertretung, wir werden auch weiterhin für euch da sein. Ihr findet uns über unsere Homepage, auf Facebook, Instagram und LinkedIn.

#deinedgti

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