Deadname, deadnaming

Der „Deadname“ einer TIN Person ist der ihr in Unkenntnis ihrer wahren Geschlechtsidentität bei der Geburt gegebene Vorname. Er passt nicht zur geäußerten Geschlechtsidentität und wurde deshalb durch einen passenden Namen ersetzt. Das Ansprechen einer solchen Person mit ihrem alten, ursprünglichen Vornamen bezeichnet man als „deadnaming“, missachtet das Selbstbestimmungsrecht der so angesprochenen Person und kommt einem Fremdouting gleich.

Der Ergänzungsausweis der dgti e.V. verhindert dieses Deadnaming, indem er ein Dokument zur Verfügung stellt, auf dem der Vorname dokumentiert ist, der der geäußerten Geschlechtsidentität des Ausweisinhabenden entspricht.

Teilen auf:

Weitere interessante Artikel

Stellungnahme zum Gastbeitrag von Valerie Wilms zum Selbstbestimmungsgesetz in der Berliner Zeitung

Schockierend! BMI will weiterhin lebenslange Outings! Zur geplanten Änderung der Meldedatenverordnung

Das Bundesinnenministerium hat per Verordnung im Januar 2025 bereits die Veröffentlichung bisheriger Vornamen im Melderegister (Datenblatt 0303) sowie zum 01. April 2025 neue Datenblätter (0702–0704) für den ehemaligen Geschlechtseintrag, das Datum der Änderung sowie die ändernde Behörde und das Aktenzeichen eingeführt. Mit einer Verordnung aus dem Sommer 2025 sollte die

Weiterlesen »
Die unsichtbare Gefahr: Wenn Expert*innen Deutungshoheit über marginalisierte Gruppen missbrauchen: zeichnung: Im Vordergrund ein Mensch der spricht mit einer riesigen Sprechblase. Im Hintergrund das Maskottchen der dgti mit einer Sprechblase, die ein Ausrufezeichen zeigt, das aber fast von der anderen Sprechblase verdeckt wird.

Die unsichtbare Gefahr: Wenn Expert*innen Deutungshoheit über marginalisierte Gruppen missbrauchen

Gefahr: In gesellschaftlichen Debatten über marginalisierte Gruppen entsteht ein grundlegendes Problem, wenn Expert*innen, die selbst nicht zu der betreffenden Minderheit gehören, Deutungshoheit über deren Lebensrealitäten beanspruchen. Dieses Problem ist strukturell und betrifft das Verhältnis von Macht, Wissen und Repräsentation. Minderheiten verfügen über ein spezifisches Erfahrungswissen, das Außenstehende nicht besitzen können.

Weiterlesen »
Sabine Maur tritt zurück: Portrait-Foto von Sabine Maur. Eine Frau mit kurzen blonden Haaren und Brille.

Sabine Maur tritt zurück

Sabine Maur, Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz und Vizepräsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer tritt von ihren Ämtern zurück. Wir bedauern diesen Schritt zutiefst, bedeutet er doch den Verlust einer der wichtigsten unterstützenden Stimmen für unsere Arbeit. Ihr Rücktritt war weder sachlich notwendig noch rechtlich geboten und erfolgte vor dem Hintergrund eines öffentlichen und

Weiterlesen »
Logo der dgti e.V.

Spenden Sie für unsere Arbeit