Pressemitteilung: Sophie Koch neue Queerbeauftragte des Bundes

Pressemitteilung zur Bundesratsinitiative zur Erweiterung von Art3GG vom Land Berlin
dgti Pressemitteilung / Stellungnahme

Sophie Koch wird neue Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt!

Das Bundeskabinett hat am 28. Mai eine Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt bestellt. Sophie Koch übernimmt diese Aufgabe für die Dauer der 21. Wahlperiode, angesiedelt beim Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf die Zusammenarbeit.

Die Fortführung des Amtes war eine zentrale Forderung von uns und der queeren Community insgesamt. Queere Menschen, ihre Angehörigen und Freund*innen machen ungefähr ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands aus. Diese Personen brauchen eine Repräsentanz und Ansprechperson in der Bundesregierung. Das Amt muss zudem ausgebaut werden, um den Schutz vor Queerfeindlichkeit, die strukturelle Berücksichtigung der Belange von LSBTIQ* in der Bundesverwaltung und die Förderung der Akzeptanz und Sichtbarkeit von LSBTIQ* in der Gesellschaft voranzutreiben.

Eine zentrale Herausforderung wird sein, den Nationalen Aktionsplan Queer Leben weiterzuführen und zu verstetigen. Eine Verstetigung ist das Ziel, denn mit dem Abschluss der Maßnahmen hört die Gleichstellung und Verbesserung der Lebensumstände von LSBTI*Personen nicht auf. Diese müssen konstant gewährleistet werden.

Trotz politischen Fortschritts hinsichtlich der Akzeptanz und Gleichstellung von LSBTIQ*Personen sinkt seit einigen Jahren die gesellschaftliche Akzeptanz. Queere Kultur und Infrastruktur sind seit jeher fragil und abhängig von Fördermaßnahmen. Mehr denn je sind queere Institutionen von Streichungen der Mittel betroffen und damit existentiell bedroht. Ein Förderprogramm des Bundes zur Unterstützung der Beratungs-und Unterstützungsstruktur für LSBTIQ* ist daher notwendig, denn die bisherigen Förderstrukturen reichen nicht aus. Darüber hinaus gibt es weitere Anforderungen an die Politik, die wir hier zusammengefasst haben: https://dgti.org/2025/02/13/tin-politische-anforderungen-politik/

Wir erwarten hier eine enge Zusammenarbeit der neuen Queerbeauftragten mit den queeren Dachverbänden, um den Herausforderungen gemeinsam gerecht zu werden.

Teilen auf:

Weitere interessante Artikel

Wissenschaftliche Dienst des Bundestag und OLG Frankfurt transfeindlich? Das Beitragsbild zeigt die Illustration eines Gesetzbuches.

Sind der wissenschaftliche Dienst des Bundestags und OLG Frankfurt transfeindlich?

Zwischen Desinformation und Verfassungsrecht: Der gefährliche Trend zur Biologisierung von Trans-Rechten Der Kampf um die Rechte von trans Personen in Europa hat im Jahr 2025 eine neue, besorgniserregende Dynamik gewonnen, und der wissenschaftliche Dienst des Bundestags trägt zunehmend dazu bei. Während der britische Supreme Court entschied, dass im dortigen Gleichstellungsrecht

Weiterlesen »
Landesgesetz für Chancengleichheit, Demokratie und Vielfalt. Auf dem Bild: Das Gebäude des Landtag Rheinland-Pfalz. Es ist ein sonniger Tag.

Landesgesetz für Chancengleichheit, Demokratie und Vielfalt

Der rheinland-pfälzische Landtag hat am 28.1.2026 das Landesgesetz für Chancengleichheit, Demokratie und Vielfalt (LGCDV) verabschiedet. Das bedeutet, dass öffentliche Stellen des Landes niemanden diskriminieren dürfen, unter anderem wegen Alter, Behinderung, Herkunft, Geschlecht, Religion oder sexueller und geschlechtlicher Identität. Betroffene erhalten klare Beschwerdewege, eine Frist von einem Jahr sowie Entschädigungsansprüche. Die

Weiterlesen »
Logo der dgti e.V.

Spenden Sie für unsere Arbeit