Schwimm-Weltcup in Berlin – offene Kategorie abgesagt

Kein Interesse an Segregation

Der Schwimm-Weltverband World Aquatics wollte als erster großer Sportverband der Welt Wettbewerbe in der „offenen Kategorie“ einführen. In dieser können dann auch trans*-Athlet*innen teilnehmen, wie der Verband im August mitteilte. Daraus wird nun nichts.

Niemand wollte in der offenen Kategorie antreten

Der Mangel an Interesse kommt nicht von ungefähr. Wie wir bereits in unserer ursprünglichen Mitteilung am 17.8.23 schrieben, ist das Projekt von WA abzulehnen:

„Die Einsetzung der Kategorie sehen wir weder als inklusiv noch als bahnbrechend an. Denn so wird der Eindruck geschaffen, dass trans* Frauen keine Frauen seien und trans* Männer keine Männer. Durch die explizite Segregation von tin* (trans*, inter* und nichtbinären) Personen wird hier keine Inklusion, keine Wertschätzung von Vielfalt geschaffen. Inklusion muss bedeuten, es zu ermöglichen, von Anfang an ein wertvoller Teil der Gesellschaft zu sein. Durch diesen Ausschluss werden wir zu Menschen zweiter Klasse kategorisiert.“

DSV bedauert die Absage

Der DSV-Vizepräsident Kai Morgenroth bedauerte die Absage und sagte, man müsse zuhören und „lernen, um funktionierende Ideen für zukünftige Projekte zu entwickeln.“

Wir stehen hier dem DSV weiterhin zur Verfügung und werden die Gespräche weitersuchen und hoffentlich führen können, um echte Inklusion zu ermöglichen. Sport muss sich im diskriminierungsfreien Raum abspielen.

Teilen auf:

Weitere interessante Artikel

Das Bild hat eine düstere Stimmung und zeigt den nackten Rücken eines jungen Mannes der zusammengekauert auf einem Bett sitzt und sich selbst eng umarmt.

Looks, Likes, Ideologie – Jungen im Fokus antidemokratischer Mobilisierung – Workshops Mittwoch 04.11.2026

Workshops für pädagogische Fachkräfte Maskulinistische Influencer und „Traditional Femininity“-Trends in sozialen Medien greifen viele Unsicherheiten und Fragen junger Menschen nach Identität und Zugehörigkeit auf. Sie bieten entlastende Erklärungen und Orientierung sowie Coachings und Produkttipps. Dabei werden oft beiläufig autoritäre und demokratiefeindliche Deutungsmuster vermittelt. Die Grenzen zwischen Lifestyle, Selbstoptimierung, Kommerz und

Weiterlesen »
Casa Kua: Statement der dgti

Casa Kuà: Statement der dgti e. V. zur polizeilichen Razzia am 18.10.26

Die polizeiliche Aktion am Sonntagabend im Casa Kuà hat bei vielen mehrfach marginalisierten Menschen – insbesondere trans* BIPoC – große Angst, Verunsicherung und Sorge ausgelöst. Bedarf an Safer Spaces wie Casa Kuá Schutzräume wie Casa Kuà sind für Community-Mitglieder essenziell, um sich sicher zu bewegen, auszutauschen und zu organisieren. Die

Weiterlesen »
Logo dgti

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende